Holzmassivbau

Unter der Holzmassivbauweise versteht man die Herstellung von raumbildenden Elementen in Vollholz.

Im Gegensatz zum Holzsystembau, bei dem mit Tafeln beplankte Holzrahmenelemente für die Lastabtragung verantwortlich sind, werden bei der massiven Bauweise grossformatige, flächenhafte Elemente aus kreuzverleimtem Vollholz (BSH, BSpH) eingesetzt.

Lösungen in Vollholz bieten gewisse Vorteile:

  • Die flächenhaften Elemente sind nahezu beliebig formbar und problemlos von Industrierobotern bearbeitbar.
  • Durch die Verwendung von massiven, flächenhaften und lastabtragenden Platten- und Scheibenelementen wird – bei entsprechender Fügetechnik – eine hohe Gebäudesteifigkeit erreicht.
  • Im Vergleich zur Leichtbauweise liegen höhere speicherwirksame Massen vor, ebenso dient die Masse dem Schallschutz.
  • Durch den einfachen Aufbau, die industrielle Fertigung im Werk und den flächenhaften Charakter der Elemente sind sowohl die Planung als auch die Montage einfacher als bei der Holzsystembauweise.

Umgekehrt verfügt die Massivbauweise auch über Nachteile gegenüber dem Holzsystembau:

  • Durch die Trennung der Dämmebene von der Tragstruktur wird bei Aussenwänden eine grössere Wandstärke notwendig.
  • Der Einbau von Medien (Elektro, Sanitär, Lüftung) in die Wände und Böden erfolgt zwingend ausserhalb der Tragstruktur, eine Vorsatzschale ist darum erforderlich.
  • Vollholzelemente sind schwer und – durch den hohen Verbrauch von Holz – in der Regel nicht ressourceneffizient. 

Renggli setzt auch Projekte in Holzmassivbauweise um. Die Produktion der Vollholzelemente erfolgt dabei extern bei spezialisierten Industriepartnern.